Das fängt ja gut an!
Als Markenfanatiker ist Ihnen das wichtigste Ereignis zum Jahresanfang natürlich nicht entgangen: Der Hype um den Nike Tracksuit, den Ex-Diktator Maduro beim USA-Besuch trug, und der angeblich nun weltweit ausverkauft ist. Manche lamentieren nun, dass der Dictator Style auch nicht mehr das ist, was er mal war, man denke nur an Perón, Mobutu oder Idi Amin. (Zum Glück ist wenigstens im Oval Office wieder etwas Glanz eingezogen!)
Wir dagegen kommen nicht umhin, dass ganze Bild aus Markensicht zu sehen, denn bereits seit geraumer Zeit steht der Jogginganzug massiv unter Druck: TikTok ist weltweit geflutet von jungen Bros, die Nike Tech gegen den Quarter-Zip tauschen (genau, den Pulli mit Reißverschluss, der schon länger Karriere in der Londoner Finanzwelt gemacht hat, ansonsten aber reichlich unspektakulär ist). Der Trend begann, als zwei junge Briten – Jason und Richard – die Quarter-Zip Movement gründeten; der Kaffee musste nebenbei auch dran glauben: “We don’t do Nike Tech. We don’t do coffee. It’s straight quarter-zips and matchas around here.” Inzwischen gibt es zahllose Meet-ups in der echten Welt, in denen coole junge Typen das Teil präsentieren.
Wenn das so weitergeht, ist das Ende von Athleisure nahe, und dann kann auch Maduro nicht helfen. Aber unter uns: Wenn der Tracksuit jetzt noch ein wenig im Karneval auftaucht und dann in der Versenkung verschwindet, wäre das doch eher eine gute Sache. Oder was meinen Sie?

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