Tech braucht Touch.

TO BE DISCUSSED
[atlasvoice]

Gucci, Balenciaga, Bottega Veneta, Brioni, Saint Laurent … nein, diese Aufzählung beschreibt nicht unseren Kleiderschrank, sondern das Markenportfolio des Luxuskonzerns Kering. Allerdings haben die Marken und damit das gesamte Portfolio in den vergangenen Jahren deutlich an Wert eingebüßt, und auch der Aktienkurs von Kering hat bessere Zeiten gesehen. Das zu ändern ist der Job von Luca de Meo, dem Kering-CEO und ehemaligen Automanager, der vor einem Jahr von der Pinault-Familie engagiert wurde. Er muss dafür eine zentrale Frage beantworten: Wie schafft die Holding Wert – und zwar so viel Wert, um den „Conglomerate Discount“ zu kompensieren? Und de Meos Antwort ist: Tech. Basierend auf den Erfahrungen aus der Automobilindustrie wird Kering nun eine Reihe von zentralen „Technology Hubs“ installieren, die oberhalb der Marken sitzen und Kompetenzen in Produktion, Logistik, AI und Cloud, Nachhaltigkeit und Service bündeln. Das wiederum soll den einzelnen Marken mehr Freiraum für Kreativität, Qualität und Innovation ermöglichen. Wenn das gelingt, hat de Meo seinen Job erledigt – aber nur zur Hälfte. Denn zugleich muss er das Markenportfolio wertorientiert optimieren. Denn Tech allein schafft keine Nachfrage. Es braucht eben auch „Touch“, vor allem natürlich für das Kering-Flaggschiff Gucci. Und ohne Touch bleiben alle Investitionen in Tech nur Kosten. Oder was meinen Sie?

Hier der Link:

https://www.nssmag.com/en/fashion/44996/reconkering-luca-de-meo-gucci-turnaround-kering-strategy

16. April 2026
Ein Beitrag von:
Alexander Rauch

Alexander Rauch ist Managing Partner von Spirit for Brands, einem auf die Themen Markenpositionierung, Markenstrategie und Markenmanagement spezialisierten Beratungsunternehmen in Köln.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

crossarrow-rightarrow-up-circlearrow-left-circlearrow-right-circle