Geht die Rechnung noch auf?
Heute haben wir gleich zwei E-Mails von Apple aus Kalifornien bekommen: Wir sollen uns nun bitte pronto bereitmachen für die Vorbestellung des neuen iPhone 18 Pro! Wie immer sind wir sowas von ready und klicken den Link. Aber ach, kaum sehen wir den Preis, schaltet sich der Inselkortex im Gehirn ein und signalisiert: Schmerz! Denn der Spaß soll locker 2.000 Euro kosten. Und offenbar geht es nicht nur uns so – das Internet ist übervoll von Menschen, die darüber nachdenken, ob sie wirklich Urlaube und Monatsmieten für das Tech-Update aus Cupertino opfern möchten. Aus Markensicht ergeben sich Fragen: Verliert Apple mit der Preispolitik die Mittelschicht, die den Mehrwert hinter dem Rekordpreis einfach nicht mehr nachvollziehen will? Oder funktioniert der Veblen-Effekt auch weiterhin zuverlässig, und die höheren Preise, verbunden mit künstlicher Knappheit, steigern die Nachfrage, was wiederum die Marge optimiert?
Natürlich gilt weiterhin: Die Finanzierung des Endgeräts über den Provider-Vertrag dämpft „gefühlt“ schon mal den hohen Preis. Aber wichtiger ist: Gefährdet Apple mit Premium-Pricing den psychologischen Nutzen, den das iPhone dem Kunden vermittelt? Also Zugehörigkeit, den Nachweis von gutem Geschmack, und das subtile Signalisieren: „Kann ich mir immer noch leisten!“ Wir glauben: Für viele Menschen ist der Wechsel vom Apple iPhone kein technischer Übergang, sondern ein Abstieg, sogar ein Identitätsverlust. Und solange dieses Gefühl noch stärker ist als der Schmerz im Portemonnaie, hat Apple den „Tipping Point“ noch nicht überschritten. Aber er kommt näher …
Oder was meinen Sie?
Hier der Link: https://www.t-online.de/digital/aktuelles/id_101429454/apple-erhoeht-die-iphone-preise-deutlich-alle-modelle-betroffen.html

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