War's das jetzt mit dem Minimalismus?
Das Internet ist mal wieder sehr aufgeregt: Denn Spotify hat das App-Symbol verändert! Anlässlich seines Jubiläums wurde der „ikonische“ flache grüne Kreis zur 3D-Discokugel. Zahlreiche Nutzer finden diese Kugel hässlich und pixelig auf ihrem Smartphone und sind maximal verwirrt. Andere hingegen sind total begeistert – endlich mal wieder was Lebendiges! Ja, was denn nun?
Da wir selber Alpha-Consumer sind, nutzen wir natürlich gar keine Streaming-Dienste mehr, sondern hören Musik nur noch über MCs. Aber die Spotify-Diskussion wirft auch für uns Fragen auf: Ist der Logo-Minimalismus mit dem Flat Design der frühen 2020er Jahre endgültig vorbei? Haben nicht nur die Designer, sondern auch die Kunden genug vom immer gleichen, geometrischen und serifenlosen Look? Kommen Tiefe, glossy Look und Farbübergänge zurück? Dafür sprechen in der Tat gute Gründe. Denn auf dem Weg zu maximaler Lesbarkeit auf kleinen Displays haben viele Marken schweren Schaden genommen: Einfachheit wurde zu Ödnis, Funktionalität wurde zu Austauschbarkeit. Tech macht eben kein Spaß ohne Touch, und Emotionen sind wichtiger als Ladezeiten. Und weil ohnehin auf jeden Trend ein Gegentrend folgt, sehen wir nun wieder mehr Farben, raue Texturen, verzerrte Typografie und illustrative Elemente. Und dann? Alles so schön bunt hier? Nun, damit wir alle davon nicht wieder völlig überfordert sind, wäre es schön, wenn die Formen sauber und einfach bleiben könnten. Und um die Frage zu beantworten: Minimalismus ist natürlich nicht tot, aber wenn er sich die Bühne ab jetzt mit mehr Persönlichkeit teilt, haben wir alle was davon. Oder was meinen Sie?
Hier der Link:

Schreibe einen Kommentar