Unbefriedigend, aber stabil? Nicht mehr lange!
Heute geht es ans Eingemachte – an unsere Beziehungen. Genauer gesagt: An das paradoxe Phänomen, dass man in seiner Beziehung irgendwie total unglücklich ist und trotzdem bleibt. Kennt man ja aus dem Freundeskreis, dass man sich fragt, wenn die Gäste gegangen sind: „Warum sind die eigentlich noch zusammen?“. Nun, das kann ja verschiedene Gründe haben: Macht, Abhängigkeit, Gewohnheit … Aber bevor Sie nun ins Grübeln kommen: Wir wollen ja wie immer übers Markenwesen sprechen. Denn dieses Paradox gibt es eben auch in der Beziehung zwischen Mensch und Marke. Viele Kunden sind nämlich gar nicht treu, weil sie eine Marke so toll finden (das glaubt man im Management vielleicht), sondern weil der Wechsel ziemlich unbequem wäre.
Das gilt vor allem für Services, man denke an Telekommunikation, Energieversorgung oder Versicherungen: Allein der Aufwand, die Daten zu übertragen, die Passwörter zu ändern … da nimmt man zähneknirschend Preissteigerungen und miesen Service in Kauf. Mehr noch: Marken wie Apple oder Google schaffen digitale Ökosysteme, die mit der Außenwelt zunehmend inkompatibel werden, und üben so Macht über ihre Kunden aus. Aber auf die Dauer fühlen Menschen sich nicht wohl, so zähneknirschend und ohnmächtig. Und so wie es auch im Privaten manchmal den Impuls von außen braucht, um endlich zu gehen, so warten viele Kunde nur darauf, der Marke, die nichts mehr gibt, aber viel nimmt, den Laufpass zu geben. Nun, Rettung naht: KI-Assistenten als Kündigungs-Bots scannen Verträge, loggen sich im Namen des Nutzers ein und aus, füllen Antragsformulare aus und transformieren unstrukturierte Daten ganz easy in das System der neuen Marke. Für alle Marken, die bis heute auf Lock-In-Effekte setzen, ist das keine gute Nachricht; für Marken, die für echten Kundennutzen stehen schon.
Oder was meinen Sie?
Hier der Link: https://brandingstrategyinsider.com/2026/08/are-your-customers-loyal-or-just-locked-in/

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