Marke im Fokus: Zeit für eine Zwischenbilanz.

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Ende 2025 hat McKinsey mit der Studie „State of Marketing Europe 2026" eine bemerkenswerte Entwicklung beschrieben: Branding wurde von europäischen Marketingverantwortlichen als wichtigste Priorität für 2026 genannt, noch vor Themen wie Marketing-ROI, Budgetsteuerung oder generativer KI. Die Studie basiert auf Befragungen von über 500 Marketingverantwortlichen in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien. (Quelle: McKinsey)

Der Herbst ist ein guter Zeitpunkt, um zu prüfen, ob diese Priorisierung im eigenen Unternehmen auch im Alltag angekommen ist. Dabei lohnen sich einige Fragen:

  • Hat die Marke im laufenden Jahr die Priorität erhalten, die sie verdient?
  • Wurde die Marke weiterentwickelt, die Positionierung geschärft oder die Kommunikation konsistenter ausgerichtet?
  • Wurde an zentralen Markenbotschaften, am visuellen Auftritt oder an der strategischen Ausrichtung gearbeitet?

Oft kommen operative Themen dazwischen. Zwischen Tagesgeschäft und Projektdruck bleibt für strategische Markenarbeit häufig weniger Zeit als geplant. Marke ist wichtig, aber selten so dringlich, dass sie automatisch ganz oben auf der Agenda steht.

Gerade in unübersichtlichen Märkten zeigt sich jedoch, wie wertvoll eine klare und relevante Marke ist. Wenn Angebote vergleichbarer wirken und Kommunikation zunehmend automatisiert erscheint, schafft eine starke Marke Orientierung und Vertrauen. Sie macht sichtbar, wofür ein Unternehmen steht und warum Kundinnen und Kunden sich gerade dafür entscheiden sollten.

Für eine Zwischenbilanz lohnen sich diese Leitfragen:

  • Wo steht die Marke aktuell?
  • Ist klar erkennbar, wofür sie steht und was sie besonders macht, intern wie extern?
  • Erreicht die Kommunikation die richtigen Zielgruppen?
  • Ist die Markenbotschaft konsistent?
  • Welche Themen werden schon länger vor sich hergeschoben?
  • Was sollte im letzten Quartal noch angestoßen werden, damit das neue Jahr nicht mit denselben offenen Fragen beginnt?

Das Jahr ist noch nicht vorbei. Es bleibt Zeit, Grundlagen zu schaffen, Entscheidungen vorzubereiten und erste konkrete Schritte für das kommende Jahr zu definieren. Wer die eigene Marke in den verbleibenden Monaten bewusst in den Fokus nehmen möchte, kann mit einer ersten Bestandsaufnahme beginnen: Wo steht die Marke, und worauf kommt es jetzt an?

29. Oktober 2026
Ein Beitrag von:
Laura Schreiner

Laura Schreiner ist Senior Consultant von Spirit for Brands, einem auf die Themen Markenpositionierung, Markenstrategie und Markenmanagement spezialisierten Beratungsunternehmen in Köln.

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